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Warum es Slow Mountain gibt

Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Berge zu erleben.

Man kann Gipfel sammeln, Höhenmeter zählen, Schwierigkeitsgrade vergleichen oder persönliche Bestzeiten jagen. Daran ist überhaupt nichts falsch. Für viele Menschen ist genau das die Faszination des Bergsports.

Und trotzdem hatten wir immer wieder das Gefühl, dass etwas fehlt.

Wir haben Menschen getroffen, die die Berge lieben – und sich trotzdem nicht mehr hinauswagen. Weil sie glauben, nicht fit genug zu sein. Weil sie Angst vor der Höhe haben. Weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oder weil sie den Eindruck haben, alle anderen seien schneller, mutiger und besser.

Dabei sollten die Berge kein Ort sein, an dem man sich vergleichen muss.

Sondern ein Ort, an dem man durchatmen darf.

Ein Ort, an dem man wieder Vertrauen in sich selbst findet.

Genau aus diesem Gedanken ist Slow Mountain entstanden.

Nicht, weil wir gegen Leistung sind.

Nicht, weil wir Gipfel nicht mögen.

Sondern weil wir überzeugt sind, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg in den Bergen finden darf.

Manchmal beginnt dieser Weg mit einer ersten Wanderung nach vielen Jahren.

Manchmal mit dem ersten Kletterkurs.

Manchmal mit der Überwindung einer langjährigen Höhenangst.

Und manchmal einfach damit, wieder Freude an der Bewegung in der Natur zu entdecken.

Für uns bedeutet “slow” nicht langsam im Sinne von langsam sein.

Es bedeutet, sich Zeit zu nehmen.

Zeit, um zu lernen.

Zeit, um Fragen zu stellen.

Zeit, um Unsicherheiten auszusprechen.

Zeit, um einen Moment länger auf einem Aussichtspunkt zu sitzen.

Zeit, um wahrzunehmen, was die Berge mit uns machen.

Wir glauben, dass Sicherheit nicht durch Druck entsteht, sondern durch Erfahrung.

Dass Vertrauen nicht an einem Tag wächst.

Und dass die schönsten Bergerlebnisse oft nicht die spektakulärsten sind, sondern jene, bei denen man am Abend nach Hause kommt und denkt:

“Heute habe ich mir selbst etwas zugetraut.”

Unsere Wege in die Berge waren unterschiedlich. Gerade deshalb ergänzen wir uns so gut.

Wir wissen, dass jeder Mensch andere Voraussetzungen, Wünsche und auch Ängste mitbringt. Deshalb gibt es bei uns keinen Leistungsdruck und kein “Du müsstest schon längst können …”.

Stattdessen möchten wir einen Rahmen schaffen, in dem Entwicklung möglich wird – Schritt für Schritt.

Vielleicht führt dieser Weg irgendwann auf einen Gipfel.

Vielleicht zu einer Mehrseillängentour.

Vielleicht bleibt es bei einer genussvollen Wanderung.

Für uns ist keines davon mehr oder weniger wert.

Denn wir glauben, dass die Berge niemandem gehören.

Sie sind für alle da.

Und wenn Slow Mountain dazu beiträgt, dass jemand wieder mit einem Lächeln unterwegs ist, sich etwas Neues zutraut oder einfach einen Tag lang die Ruhe der Natur geniessen kann, dann haben wir genau das erreicht, was wir uns bei der Gründung gewünscht haben.

Nicht höher.

Sondern näher.

Zur Natur.

Und zu sich selbst.

 
 
 

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